Berufsbild Geräuschemacher

1. Was ist ein Geräuschemacher?

Bei dem Beruf des Geräuschemachers handelt es sich um einen künstlerischen Filmtonberuf. Der Geräuschemacher (auch: Foley Artist) vertont Hörspiele, animierte Trickfilme, Film- und Fernsehsendungen und auch Theater- oder Musicalvorstellungen. Er ist für die Nachbildung oder Neuerstellung von Soundeffekten, Atmosphären und nicht-sprachlichen Tonereignissen zuständig. Er ist stetig auf der Suche nach neuen Geräuschquellen, mit denen er dann zum Beispiel synchron zu einer Filmszene die entsprechenden Töne zu machen versucht. Logischerweise machen in vielen Fällen erst die Geräusche Unterhaltungsmedien wirklich spannend, doch das zu schaffen erfordert viel Erfahrung, Fantasie und Experimentierfreudigkeit.

2. Wie wird man zu einem Geräuschemacher?

Um den Beruf des Geräuschemachers ausüben zu können, braucht man keinen besonderen Schulabschluss, sondern viel mehr Hörbegabung, technisches Verständnis, gutes akustisches Gedächtnis, Geduld, Ausdauer, Flexibilität, Ideenreichtum und man muss exakt arbeiten können. Einsteigen kann man in diesem Beruf sehr gut durch Praktika und Erstberufe, wie den des Tonassistenten oder den des Mediengestalters. Die Entwicklung der individuellen Herangehensweise zur Erzeugung bestimmter Klänge ist dabei sehr wichtig. Im Laufe der Zeit entsteht bei jedem Geräuschemacher eine umfangreiche Sammlung von Gegenständen zur Geräusch- und Klangerzeugung. Ein angehender Geräuschemacher lernt in einem Lehrer-Schüler- Verhältnis von einem erfahrenen Geräuschemacher, bis er selbstständig arbeiten kann.

Man hat die Chance, vom Geräuschemacher aufzusteigen, und zwar zum Tonmeister, Post-Producer, Audio-Designer oder Multimediadesigner.

3. Tätigkeiten eines Geräuschemachers

Der Geräuschemacher macht sich verschiedene Requisiten, wie zum Beispiel Böden, Holzlatten und seinen eigenen Körper, zu Nutze, um ein möglichst reales Geräusch zu erzeugen. Dafür muss natürlich auch das Mikrofon perfekt geeignet, also sehr empfindlich sein und direkt an der Geräuschquelle stehen. Der Geräuschetonmeister (auch: Foley Mixer) arbeitet eng mit dem Geräuschemacher zusammen und nimmt seine Performance auf, während er unter technischen und künstlerischen Aspekten klangformend mit- und ggf. umgestaltet. Diese Nachvertonung findet im Foley-Studio statt. Die Ziele eines Geräuschemachers sind es, in Absprache mit einem Sounddesigner

spezielle Soundeffekte und Soundatmosphären zu erzeugen und/oder Klaggrundmaterial für den Sounddesigner zu kreieren. Besonders im Bereich des Kinos werden zunehmend Einzelklänge eines einzigen Geräusches vom Geräuschemacher aufgenommen und später von einem Foley Editor sehr aufwendig geschnitten und übereinandergelegt. Dadurch, dass ein Geräuschemacher für jedes Projekt seine Klänge neu schafft, sorgen diese im Ergebnis (z.B. im Film) für die nötige Echtheit.

Geräuschemacher

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Linktipps für den Beruf als Geräuschemacher

Methoden des Geräuschemachens – planet-wissen.de
Berufsbild Geräuschemacher – regie.de