Berufsbild Produzent(in)

film-1155439_6401. Was ist ein Produzent?

Ein Produzent ist die Person, die unter Berücksichtigung verschiedener Meinungen, Sichtweisen und Stilen bewegte Bilder für alle möglichen Zwecke im Fernsehen, im Internet, im Kino etc. produziert und die Gesamtverantwortung für den technischen und wirtschaftlichen Gesamterfolg einer bestimmten Produktion trägt. Wichtig bei diesem Beruf sind unter anderem Kreativität, Innovation und die Fähigkeit, sich um die Finanzierung zu kümmern, den Produktionsprozess und das Werk in Absprache mit den Auftraggebern zu realisieren. Produzenten gibt es zum Beispiel in der Film-, der Theater- oder Musikbranche und sind meist auf ein bestimmtes Medium spezialisiert. Je nachdem in welcher Sparte der Produzent arbeitet, gestalten sich auch seine Aufgaben.

Ein „Producer“ ist kein Produzent! Dieser übernimmt nämlich nur Teilaufgaben und hat keine finanzielle Verantwortung.

Ein Theaterproduzent (auch Theatrical Producer) plant und leitet eigenverantwortlich alle Schritte der Kreation, Produktion und der wirtschaftlichen Auswertung einer Theaterstückproduktion. Dazu gehören auch Produzenten im Musiktheater, im Musical, der Oper, in Shows usw. Er die Arbeit eines Theaterproduzenten ist in bestimmten Punkten der des Filmproduzenten ähnlich. Der Filmproduzent erstellt bewegte Bilder im Kino- Fernseh-, Werbe- und/oder Industriefilme. In Zusammenarbeit mit dem Regisseur und dem Produktionsleiter erstellt er den Drehplan und ist verantwortlich für die Fertigstellung und die Produktion. Er leitet und verwaltet den Herstellungsprozess audiovisueller Produktionen und ist der Verantwortliche für die Stoff- und Drehbuchentwicklung, die Projektentwicklung, die Finanzierung, die Kalkulation, Postproduktion und Fertigstellung der Nullkopie zuständig. Ein Musikproduzent ist in erster Linie für die Leitung einer Musikaufnahme im Tonstudio verantwortlich. Ansonsten gestalten sich die Aufgaben eines Musikproduzenten sehr individuell. Die Aufgaben eines Musikproduzenten sind vergleichbar mit denen eines Regisseurs für einen Kinofilm und liegen im technischen und künstlerischen Bereich.

2. Wie wird man Produzent

Damals war auch mal ein Produzent Journalist oder Polizist, andere kamen aus der Produktionsleitung oder aus der Redaktion. Auch heute noch ist der Beruf des Produzenten kein Lehrberuf. Man kann vom Produktionsassistenten zum Regisseur oder zum Produzenten aufsteigen. Wer etwas von der Arbeit eines Produzenten versteht und viel Geld investieren kann, kann auch seine eigene Produktion starten. So kommt es, dass verschiedene talentierte Menschen in der Vergangenheit schon begonnen haben, ihre eigene Produktion zu übernehmen, wenn das nötige Kapital dafür vorhanden war. Menschen, die den Beruf des Produzenten erlernen möchten, brauchen im Allgemeinen dramaturgische Fähigkeiten, Organisationstalent, Fremdsprachenkenntnisse (v.a. Kenntnisse in Englisch) und ein Gespür für Ideen, die dem Publikum gefallen. Von einem Produzenten werden im Durchschnitt aber auch Abitur und ein abgeschlossenes Hochschulstudium erwartet, plus eine mehrjährige Berufserfahrung in der Produktion. Um die Aufgeben eines Filmproduzenten noch etwas genauer zu beleuchten, haben wir für Sie anhand des Filmproduzenten folgende Merkmale zusammengestellt.

3. Die fünf Merkmale eines Filmproduzenten

Kreativer Motor: Der Filmproduzent ist die kreative Antriebskraft in allen Phasen der Filmentstehung von der ersten Idee, über die Entwicklung des Konzepts oder Formats, die Auswahl der Mitwirkenden, die Dreharbeiten, den Schnitt, bis hin zur Endfertigung. Er ist aktiv am projektübergreifenden Kreativprozess beteiligt und bringt durch seine Erfahrung, seine Markt- und Konsumentenkenntnis die “Forschung und Entwicklung” neuer Genres und Programme für verschiedene Endgeräte mit

Wirtschaftliche Verantwortung: Die wirtschaftliche Gesamtverantwortung trägt der Filmproduzent selbst. Er trägt das Risiko, dass Finanzierungspartner nicht zahlen, falls er die Produktion vorfinanziert, und, falls eine Produktion teurer wird als ursprünglich gedacht. Wenn ein Werk vom Publikum nich angenommen wird und die investierten Kosten nicht ausgeglichen werden können, ist er auch hier sehr oft der Produzent der Risikotragende.

Organisation, Steuerung und langfristige Planung: Der Filmproduzent organisiert und leitet die Entstehung des Films von der Drehbuchentwicklung bis zur Abgabe des fertigen Films an die Auswerter und überwacht dabei Produktionsprozess, inklusive der Budgetierung und der Termin- und Ablaufplanung. Um die Zukunft des Unternehmens langfristig zu sichern und somit seine Auftraggeber zufriedenzustellen, muss er zwangsläufig auch mit technischen und kulturellen Entwicklungen  auseinandersetzen, um diese abschätzen zu können:

Teambildung und –führung: Das Produktionsteam wird vom Filmproduzenten persönlich zusammengestellt, das über die Produktionszeit hochprofessionell und engagiert arbeiten und menschlich miteinander harmonieren muss.

Auswertung/Vermarktung: Schon bei der Konzeptionierung und Entwicklung der audiovisuellen Produktion kümmert sich der Filmproduzent um ihre mögliche Vermarktung, Er legt das anvisierte Publikum, die geeigneten Auswertungsformen und somit ein erfolgversprechendes Marketingkonzept fest.

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Medientipps für: Produzent(in) als Beruf

Linktipps für den Beruf als Produzent(in)

Der Filmproduzent – Eine Begriffsbestimmung zum Produzentenleitbild – Produzentenallianz.de
Nachdem Abi: Wie wird man Produzent? – Sofatutor.de
Berufsbild Produzent – Regie.de
Berufsbilder der Filmschaffenden – Die-Filmschaffenden.de