Berufsbild Regisseur

1. Was ist ein Regisseur?

Bei der Neuentstehung eines Filmes stellen Regisseurinnen und Regisseure von der Vorbereitung bis zum Ende der Arbeiten die Treibende Kraft in punkto künstlerischer Gestaltung dar. Sie reproduzieren und interpretieren nicht bereits bestehende Werke, sondern erarbeiten selbstständig originale Projekte. Bereits vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten hat jeder Regisseur eine detaillierte Vorstellung vom letztendlichen Film und all den verschiedenen Teilen, aus denen er besteht. Unabhängig vom Bereich gilt das für alle Filmregie-Arten (dazu zählen unter anderem die Kino-, Video- oder die Fernsehregie) und -Gattungen (z.B. Spielfilm, Musikvideo, Dokumentation, Trickfilm oder Werbevideo).

2. Voraussetzungen für die Tätigkeit in der Regie

Die Zusammensetzung von dramaturgischen, darstellerischen, sprachlichen, musikalischen und visuellen Elementen zu einem Filmwerk verlangt einem Regisseur gleich eine ganze Kombination aus verschiedenen Fähigkeiten ab. Auch technische und künstlerische Mitarbeiter zu koordinieren und zu motivieren gehört zur Tagesordnung. Einen anerkannten und allgemein gültigen Ausbildungsweg zum Beruf des Regisseurs gibt es nicht.

3. Der Aufgabenbereich

Der Berufsalltag eines Regisseurs gliedert sich in folgende Bereiche:

  • Absprachen mit Produzent oder Fernsehsender über die beabsichtigte Gesamtwirkung des Werks und der benötigten Produktionsmittel
  • Enge Zusammenarbeit mit den beschäftigten Autoren zur Bildung einer stofflichen Vorlage
  • Detaillierte Ablaufplanung der Produktion unter Berücksichtigung der finanziellen und produktionstechnischen Gegebenheiten
  • Das Casting der Darsteller
  • Zusammenstellen der Crew oder auch des künstlerisch-technischen Stabes (also Szenenbild, Kamera, Kostüm, Schnitt, Ton, Regieassistenz, Continuity)
  • Erstellen eines Szenenkonzepts und der Bildfolge für jede Szene. Das Aufsetzen eines Regiebuchs, oder auch Shooting Scripts bzw. Storyboards gehört hier ebenfalls dazu. Dazu zählt auch die Auswahl von Drehorten und Schauplätzen, sowie die Planung und Entwicklung von gebauten Sets. In Zusammenarbeit mit dem Szenenbild, der Kamera und der Regieassistenz werden außerdem Massenszenen festgelegt, Spezialeffekte und Stunts geplant, besondere technische Aufwendungen kalkuliert und zusätzliche Kamerateams koordiniert.
  • Abstimmen von Kostümen, Masken und Requisiten
  • Planung der Rollen- sowie der musikdramaturgischen –Konzeption
  • Miterarbeitung des Drehplans
  • Durchführung der eigentlichen Dreharbeiten. Das beinhaltet die endgültigen Entscheidungen über Sets, die Anzahl der Einstellungen, Positionen, Bewegungen und Bildausschnitte der Kamera, schauspielerische Interpretationen. Dazu gehört außerdem, auch Unvorhergesehenes in die festgelegten Abläufe zu integrieren.
  • Auswählen der Takes bei der Sichtung der fertigen Aufnahmen
  • Anfertigen des Roh- und Feinschnitts in Kooperation mit den Cuttern
  • Produktion der endgültigen Fassung des Films. Das beinhaltet: Überwachung der Sprach-Synchronisation, der Musik- und Geräuschaufnahmen und der Endmischung, sowie die Festlegung der Titelgestaltung.
  • Teilnahme an PR-Maßnahmen des Produzenten, Verleihers oder Fernsehsenders sowie die Mitarbeit an der Gestaltung von Werbe- und Informationsmaterial zum Film

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Berufsbild Regisseur – regie.de
Als Regisseur arbeiten – bildungsmarkt-sachsen.de
Regisseure im Interview – unicum.de