Berufsbild Tontechniker

Was ist ein Tontechniker?

Für die Tonaufnahmen der Schauspieler-Dialoge am Drehort ist der Originaltonassistent zusammen mit dem Originaltonmeister zuständig. In Absprache mit dem O-Tonmeister ist er selbstständig und eigeninitiativ tätig, um die optimalen Platzierungen für die Mikrofone zu finden. Auch die Arbeit des O-Tonassistenten ist, obwohl er im Prinzip an die Weisungen des O-Tonmeister gebunden ist, keine reine Handlangertätigkeit, sondern erfordert für sich ebenso handwerkliche und künstlerische Fertigkeiten sowie einen großen Fundus an Erfahrung.


2. Voraussetzungen für die Tätigkeit eins Tontechnikers

Zum O-Tonassistenten gibt es bislang keinen anerkannten Ausbildungsweg. In der Regel erfolgt die Ausbildung über verschiedene Praktika bei O-Tonmeistern und Filmproduktionen. Vorkenntnisse aus dem Bereich der Elektrotechnik und/oder einem medientechnischen Bereich sind hier empfehlenswert. Zusätzlich gibt es noch einige weitere Voraussetzungen, die angehende Tontechniker mitbringen sollten:

  • Gute Konzentrationsfähigkeit über längere Zeiträume
  • Gute körperliche Konstitution
  • Handwerkliches Geschick
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen und teilweise überlangen Arbeitszeiten.
  • Bereitschaft zum Einsatz an verschiedenen Drehorten
  • Bereitschaft zu Wochenend- und Nachtarbeit
  • Psychische Belastbarkeit

3. Der Aufgabenbereich

Bei szenischen Dreharbeiten für Spielfilme und Werbung besteht die Hauptaufgabe eines O-Tonassistenten im Führen und ausrichten der Mikrofonstange. Dieses Arbeitsmittel bezeichnet man auch als Mikrofonangel. Meistens wird dieses Mikrofon oberhalb der Darsteller und somit außerhalb des Bildausschnitts geführt. Weil so der O-Ton aufgezeichnet wird, bildet die Arbeit des Tontechnikers die Grundlage für die angemessene Wiedergabe der darstellerischen Leistung der Schauspieler. Um einen qualitativ hochwertigen Filmton zu erzielen, sind mindestens zwei Tontechniker bzw. O-Tonassistenten ratsam, um bei jeder Szene die Dialoge aus den besten Einstellungen aufzuzeichnent. Außerdem können so Störfaktoren erheblich schneller eliminiert werden.

Die Arbeit an einem Film ist Teamwork. Daher ist Teamfähigkeit für einen Tontechniker unabdingbar. Zusätzlich sollten O-Tonassistenten über eine schnelle und intuitive Auffassungsgabe verfügen. Neben einer gewissen Selbstsicherheit, erfordern stressige Situationen beim Dreh auch ein großes psychologisches Geschick. Bildinhalte und Bewegungsabläufe einer Szene müssen schnell erfasst und angeltechnisch umgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist eine gewisse Vertrautheit mit den bildgestalterischen Mitteln beim Film. Bei der Einschätzung der Bildausschnitte und dem frühzeitigen Erkennen von problematischen Lichtsituationen (zur Vermeidung eines Angelschattens) sind außerdem Kenntnisse der Optik in Bezug auf die Brennweiten der Kamera empfehlenswert, um auch in hektischen Situationen das Mikrofon außerhalb des Bildausschnitts führen zu können.

Während sich der O-Tonmeister im Hintergrund mit anderen Aufgaben befasst, fungiert der O-Tonassistent am Set als sein „Ohr“ und Vertreter. Hier muss er in der Lage sein, selbständig kleinere Probleme zu lokalisieren und zu lösen.

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Medientipps für: Tontechniker als Beruf

Linktipps für den Beruf als Tontechniker

Tontechniker als Beruf – spiegel.de
MedienWiki: Tontechniker
Tontechniker – Voraussetzungen und Ausbildung – berlin.de